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einsatzmÖglichkeiten


Der Efeu ist eine beliebte Pflanze für den Schattenbereich, doch eignen sich einige Sorten auch für die Sonnenseite. Vor allem buntlaubige Sorten benötigen Sonnenstrahlen, um ihre vielfältigen Farbschattierungen zu erhalten. Unter ihnen gilt die Sorte ’Goldheart’ als widerstandsfähig und winterhart. Viele andere buntlaubige Vertreter sind nicht besonders freilandtauglich. Die Sorte ’Woerneri’, deren Blätter sich im Winter violett verfärben, gilt unter den „Grünen“ als besonders frosthart. Die Vielfalt der Sorten hat schon bei manchem eine

Sammelleidenschaft erweckt. Nicht winterharte Sorten eignen sich als Zimmerpflanzen. Allerdings sollten sie nicht in der dunkelsten Ecke ihr Leben fristen. In trockener, warmer Heizungsluft findet sich meist bald die Rote Spinne ein. Achten Sie deshalb auf ausreichend Luftfeuchtigkeit.

Hausbesitzer schätzen den Efeu als selbstklimmenden Fassadenkletterer und immergrünen Hausmantel. Nach anfänglichem langsamen Wachstum kann er bis in eine stattliche Höhe von 20 m gelangen. Allerdings verbinden sich seine Haftwurzeln schlecht mit weißem Putz, Beton, glatten Oberflächen und sonnenbeschienenen Wänden. Vorsicht ist vor allem bei schadhaftem Putz geboten, - der Efeu sucht sich energisch einen Weg ins Mauerwerk und kann hier durch nachfolgendes Dickenwachstum Schaden anrichten. Auch Spalten unter Fensterbänken sowie zwischen Fensterrahmen und Wand sind vor seinem Eindringen nicht sicher. Gute Dienste leistet Efeu als dichter Bodendecker im Schatten und unter Bäumen. Die meisten Unkräuter werden von ihm unterdrückt. Auf Baumscheiben und als Hangbepflanzung sollte er ab und zu zurückgeschnitten werden.

Auch im Sortiment der Balkon- und Kübelpflanzen hat Efeu mittlerweile einen festen Platz inne. Als winterharte Pflanze schmückt er den herbst- und winterlichen Balkon und im Sommer ist Efeu als Blattschmuckpflanze für den schattigen Bereich nicht mehr weg zu denken. Nach ca. 10 Jahren endet die Jugendphase von Efeu, das heißt, die drei- bis fünflappigen Jugendblätter weichen immer mehr den eher herzförmigen Altersblättern. Dann locken von Ende August bis Oktober in Dolden stehende, grünliche Blüten zahlreiche Insekten an. Während dieser späten Blütezeit dient das Gehölz als wichtige Nahrungsquelle für Bienen. Den Früchten, die im Winter bis April reifen, kommt ebenfalls eine große ökologische Bedeutung zu. Für uns Menschen sind die schwarzen erbsengroßen Beeren zwar schwach giftig, Vögel benötigen sie aber gerade im Frühjahr als begehrtes Futter.